Eintragung in die Energieeffizienz-Expertenliste

Eintragung in die Energieeffizienz-Expertenliste

Um in die Expertenliste aufgenommen zu werden, muss neben einer Grundqualifikation eine Zusatzqualifikation nachgewiesen werden. Der Sachverständige muss außerdem über eine geeignete Haftpflichtversicherung verfügen. Außerdem darf zum Zeitpunkt der Eintragung kein Kündigungsgrund durch die Koordinierungsstelle vorliegen.

Die Kosten für Eintragung in die Energieeffizienz-Expertenliste betragen einmalig 50 Euro zzgl. MwSt. Der Jahresbeitrag beläuft sich auf 100 Euro zzgl. MwSt. Die Einnahmen werden ausschließlich für die Verwaltung der Liste verwendet.

Genauere Informationen zum Thema Eintragung in die Energieeffizienz-Expertenliste entnehmen Sie bitte dem Regelheft der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena).

Die Architektenkammern der Länder haben für die Weiterbildung der Architekten Institute und Akademien eingerichtet, die ein sehr vielfältiges und umfangreiches Angebot bieten. Die Programme finden sich in den Internetangeboten der Architektenkammern wieder. Außerdem informiert eine gemeinsame Liste über das Fortbildungsangebot der Architektenkammern. Hier können Sie sich sachgebietsbezogen informieren und gelangen über die Veranstaltungstitel zu den ausführlichen Informationsseiten der jeweiligen Kammer.


Grundqualifikation
Alle Experten müssen als Grundqualifikation die Voraussetzungen für die Ausstellungsberechtigung von Energieausweisen nach § 21 der Energieeinsparverordnung (EnEV) ohne Beschränkung der Nachweisberechtigung bei Wohngebäuden erfüllen und nachweisen. Die Eintragung aufgrund von § 29 EnEV ist ausgeschlossen.


Zusatzqualifikation
Zusätzlich zur Grundqualifikation nach § 21 EnEV erfordert der Eintrag in die Energieeffizienz-Expertenliste als Zusatzqualifikation den Nachweis einer erfolgreich absolvierten Weiterbildung. Hier wird allerdings nach Eintragungskategorie unterschieden: Zur Eintragung für die Vor-Ort-Beratung (BAFA) ist eine Weiterbildung im Modul "Beratung" notwendig. Zur Eintragung für KfW-Förderprogramme (Energetische Fachplanung und/oder Baubegleitung) ist eine Weiterbildung im Modul "Planung und Umsetzung" notwendig. Und zur Eintragung als Experte für BAFA und KfW ist eine Weiterbildung in beiden Modulen nötig. Alternativ zur Weiterbildung gilt als Zusatzqualifikation auch das Vorliegen von Referenzen.

Weiterbildung
Die Inhalte und der Umfang der geforderten Weiterbildung sind im Regelheft Expertenliste, Anlage 1 dargestellt. Für Architekten gilt der Basisumfang der Unterrichtseinheiten: 130 Unterrichtseinheiten für jeweils Modul „Beratung“ und „Planung und Umsetzung – Wohngebäude“ bzw. 200 Unterrichtseinheiten für beide Module zusammen.

Ergänzende Weiterbildung
In bestimmten Fällen, z.B. wenn bereits eine Weiterbildung gemäß dem Modul „Beratung“ absolviert wurde oder wenn bereits ein Abschluss als zertifizierter Passivhaus-Planer vorliegt, besteht die Möglichkeit, lediglich eine ergänzende Weiterbildung mit einem entsprechend geminderten Umfang an Unterrichtseinheiten zu besuchen. Detaillierte Informationen hierzu finden Sie im Regelheft Expertenliste, II Besonderer Teil, Abschnitte 18.2.1.2und 18.2.1.3)

Referenzen
Als Zusatzqualifikation gilt auch das Vorliegen von Referenzen. Dazu sind mindestens zwei abgeschlossene, eigenständig durchgeführte Projekte einer energetischen Fachplanung oder Baubegleitung zur Errichtung oder Sanierung von energetisch hocheffizienten Gebäuden (Wohngebäuden) vorzulegen. Es muss nach EnEV 2009 oder aktueller bilanziert worden sein. Welche energetischen Standards dabei mindestens erreicht worden sein müssen, ist im Regelheft Expertenliste, II Besonderer Teil, im Abschnitt 18.2.2 nachzulesen.