Förderung für Energieberatung aufgestockt

Zum 01. Februar 2020 wurde die Förderung für Energieberatung für Wohngebäude aufgestockt

Förderung für Energieberatung für Wohngebäude zum 01. Februar 2020 aufgestockt

Gemäß den Beschlüssen des Klimakabinetts ist die „Richtlinie über die Förderung der Energieberatung für Wohngebäude (Vor-Ort-Beratung, individueller Sanierungsfahrplan)“ novelliert worden und zum 1. Februar 2020 in Kraft getreten.

Erhöhung der Förderung von 60% auf 80%: Konkret wurde die Förderung von bisher 60% auf 80% des förderfähigen Beratungshonorars angehoben.

Erhöhung der Förderhöchstsätze: Der Höchstsatz des Zuschusses für die Vor-Ort-Beratung wurde für Ein- und Zweifamilienhäuser von 800 Euro auf 1300 Euro angehoben. Für Mehrfamilienhäuser (d.h. Wohngebäude mit mehr als drei Wohneinheiten) wurde der Höchstsatz von 1100 Euro auf 1700 Euro für angehoben. Die Energieberatung kann zusätzlich durch Kommunen oder Bundesländer gefördert werden, der Beratungsempfänger muss allerdings einen Eigenanteil von mindestens 10 % selbst tragen.

Förderung weiterhin für Vor-Ort-Beratung oder den individuellen Sanierungsfahrplan: Gefördert wird weiterhin die „klassische“ Vor-Ort-Beratung. Gefördert wird aber auch ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP). Dieser enthält Vorschläge zur schrittweisen Verbesserung der Energieeffizienz, wenn der Eigentümer die energetische Sanierung nach und nach angehen will. In Kürze soll eine weiterentwickelte Version, der iSFP 2.0, an den Start gehen.

Zuschuss-Beantragung vor Vorhabensbeginn durch antragsberechtigte Energieberater: Die Anträge müssen beim BAFA vor Beginn der Beratung durch antragsberechtigte Energieberater aus der Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes beim BAFA gestellt werden. Der Zuschuss wird an den Energieberater ausgezahlt.

Bauantrag oder Bauanzeige für das Gebäude müssen mindestens 10 Jahre zurückliegen: Die Förderung konnte bisher für Wohngebäude beantragt werden, für die der Bauantrag oder die Bauanzeige bis zum 31. Januar 2002 gestellt bzw. erstattet wurde. Nach der neuen Richtlinie müssen der Bauantrag bzw. die Bauanzeige mindestens 10 Jahre zurückliegen.

Zusätzlicher Zuschuss von bis zu 500 Euro für Wohnungseigentümergemeinschaften: Für Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG) gibt es weiterhin einen zusätzlichen Zuschuss von bis zu 500 Euro, wenn der Energieberater das Sanierungskonzept bei einer Wohnungseigentümerversammlung oder Beiratssitzung vorstellt.

Bearbeitung der Anträge durch das BAFA erst ab 10. März 2020: Die Verarbeitung der im BAFA eingehenden Anträge kann jedoch erst zum 10. März 2020 beginnen. Deshalb werden Anträge, die ab 1. Februar eingehen, im BAFA geprüft und bevorratet bis die Zuwendungsbescheide mit den neuen Zuschussbeträgen ab dem 10. März erzeugt und den Energieberatern in deren elektronischen Postfächern zur Verfügung gestellt werden. Energieberater dürfen bereits ab der Antragstellung mit der Durchführung der Energieberatung beginnen, sodass der Zeitraum zwischen Antragstellung und Erteilung des Bescheids bis zu fünf Wochen dauern kann.