Aktualisierte Richtlinien der BEG

Die neuen Richtlinien für die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) treten zum 21. Oktober 2021 in Kraft

Der Änderungsbedarf hat sich aus der Konkretisierung der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) ergeben. Das Ziel ist es, BEG und BEW gut aufeinander abzustimmen und Lücken bei der Förderung von Netzen zu vermeiden.

Dafür wird der Begriff Gebäudenetz in der BEG erweitert, sodass dieses aus bis zu 16 Gebäuden (WG oder NWG) bzw. bis zu 100 Wohneinheiten bestehen kann. Diese Änderung schließt die Lücke zur BEW, da Netze mit mehr als 16 Gebäuden bzw. über 100 Wohneinheiten in der BEW gefördert werden. Bisher sind in der BEG nur Gebäudenetze auf den Grundstücken eines Eigentümers förderfähig. Außerdem wird die Anforderung an den Anteil an erneuerbaren Energien (EE) bei Errichtung, Umbau oder Erweiterung eines Gebäudenetzes erhöht auf 55 % (Fördersatz 30 %) bzw. 75 % (Fördersatz 35 %). Unvermeidbare Abwärme wird als Alternative zu erneuerbaren Energien in Gebäudenetzen zugelassen.

Des Weiteren wird der Anschluss an Wärmenetze erleichtert. Grundsätzlich dürfte eine Dekarbonisierung zentraler Infrastrukturen (Netze) effizienter und einfacher sein, als bei individuellen Heizungssystemen, weshalb Netzanschlüssen besondere Bedeutung beigemessen wird. Die Transformation der Wärmenetze wird durch die BEW gefördert, während die BEG-Förderung den Anschluss möglichst vieler Gebäude an Wärmenetze unterstützen soll. Folglich werden für die Anforderungen an den EE-Anteil in Wärmenetzen für die BEG-Förderung beim 25 % EE-Anteil auch ein Primärenergiefaktor von max. 0,6 (Fördersatz von 30 %) und beim 55 % EE-Anteil ein Primärenergiefaktor von max. 0,25 oder Vorlage eines BEW-Transformationsplans (Fördersatz von 35 %, oder EE-Klasse in BEG WG/NWG) ermöglicht. Unvermeidbare Abwärme kann auf den EE-Anteil angerechnet werden.

Daneben wurden kleinere Klarstellungen und Anpassungen vorgenommen:

• „Bestandsgebäude“ müssen fertiggestellt sein (kein unvollendeter Rohbau)

• Aufteilung der Förderhöchstbeträge bei mehreren Investoren

• Höchstgrenzen der förderfähigen Kosten, wenn nur ein Teil des Gebäudes betroffen ist

• Aufhebung der Anforderung zur Kreditübertragung/-tilgung bei Veräußerung des Gebäudes, Aufhebung Ausnahme bei Vorfälligkeitsentschädigung bei frühzeitiger Kredittilgung

• Ergänzende Klarstellung zum Ausschluss von Insichgeschäften

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des BMWi.